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Corona-Orientierung

Handlungsempfehlung: Für Verkündigung, Seelsorge und Unterricht (Stand 27. März)

Bild: Volker RahnPauluskirche in DarmstadtDie Pauluskirche und das angrenzende Pfarrhaus wurden nach Plänen des Architekten Friedrich Pützer in den Jahren 1905 bis 1907 erbaut, am Paulusplatz liegt auch die Kirchenverwaltung der EKHN

Die Corona-Krise hat tief einschneidende Folgen für die Arbeit der Kirche. Hier gibt es detaillierte Hinweise insbesondere zum Dienst in Verkündigung, Seelsorge und Unterricht. (Völlig neu überarbeitet am 27. März)

Hinweise für den Dienst in Verkündigung, Seelsorge und Unterricht in der EKHN zum Umgang mit dem Coronavirus 

Handlungsempfehlung in der Coronakrise für Verkündigung, Seelsorge und Unterricht (Stand 27. März / völlig neu überarbeitet)

Die Coronakrise ist eine große Herausforderung für alle. Sie hat bis auf Weiteres auch massive Auswirkungen auf die kirchliche Arbeit. Viele begegnen ihr zurzeit mir großer Phantasie und Energie. Die wichtigsten Handlungsempfehlungen  für Verkündigung, Seelsorge und Unterricht  hat der Krisenstab der EKHN hier zusammengefasst. Oft müssen die Hinweise an neue staatliche Regelungen angepasst werden. Es ist hilfreich, die jeweils aktuelle Version der Empfehlungen im Internet auf der Sonderseite abzurufen: www.ekhn.de/corona

Gottesdienst und Öffnung von Kirchen

In den gemeinsamen Leitlinien von Bund und Ländern zum Kampf gegen die Corona-Epidemie werden auch Zusammenkünfte in Kirchen verboten. Das bedeutet, dass bis auf weiteres keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden dürfen. Es ist davon auszugehen, dass dies – auch weit über Ostern hinaus – so sein wird.

Gegenwärtig ist das stille Gebet einzelner Menschen in Kirchen noch möglich. Dabei wird vorausgesetzt, dass Vorsichtsmaßnahmen wie der Abstand zu anderen Einzelnen strengstens eingehalten werden.  Wir bitten, die von Bund und Ländern verabschiedeten Leitlinien zu beachten, die besagen, dass in der Öffentlichkeit zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten ist. Wir empfehlen, diese Information am Eingang zur Kirche bekannt zu machen und darauf hinzuweisen, dass sich nur einzelne Personen im Kirchenschiff aufhalten dürfen.

Taufen, Konfirmationen, Trauungen 

Taufen, Konfirmationen und Trauungen können in öffentlichen Gottesdiensten zurzeit nicht stattfinden. Es wird dringend empfohlen alle Feiern - auch Konfirmationen - auf die Zeit nach den Sommerferien zu verschieben. Die Kirchenleitung weist darauf hin, dass in besonderen Situationen Nottaufen im häuslichen Rahmen möglich sind.

Bestattungen 

Bei Trauerfeiern gelten aktuell unterschiedliche Sonderregelungen in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Hessen

Die hessische Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte vom 22. März regelt in §1, Absatz 4  Ausnahmen bei Beerdigungen wie folgt: „Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. (…) Die zuständigen Behörden können Ausnahmen für Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen zulassen. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Institus zur Hygiene sind bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten.“

Das heißt konkret: Der Bestatter oder die Bestatterin und – wenn nicht anders möglich – die Kirchengemeinde sollte sich bei der Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister vor Ort bzw. mit der Stadtverwaltung und / oder Friedhofsverwaltung informieren, ob und in welcher Höhe die Personenzahl überschritten werden darf.

(LINK > Hessen: Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und zur Anpassung von Verordnungen zur Bekämpfung des Coronavirus vom 22. März 2020)

Rheinland-Pfalz

Die Verordnung vom Abend des 23. März regelt in Rheinland-Pfalz nun Ausnahmen bei Beerdigungen wie folgt in §4, Absatz 4: "Bestattungen im engsten Familienkreis sind zulässig".

Das Wissenschaftsministerium in Mainz hat darüber hinaus am 24. März nochmals die Vorschriften für Religionsgemeinschaften genauer präzisiert (3. Coronabekämpfungsverordnung des Landes RLP und Auslegung für religiöse Zwecke):

 1.         Öffnung von Gotteshäusern: Eine Öffnung erfolgt unter Auflagen zur Hygiene und zur Steuerung des Zutritts (beispielsweise durch Einlasskontrollen), um Ansammlungen von Personen vor oder in den Einrichtungen zu vermeiden. Darüber hinaus ist zu gewährleisten, dass der Mindestabstand zwischen Personen 1,5 Metern beträgt und sich in der Einrichtung insgesamt höchstens eine Person pro 10 qm Einrichtungsfläche befindet. Gebete Einzelner bleiben somit möglich (vgl. § 1 Abs. 2).

2.         Seelsorge ist unter Einhalten der Hygienebestimmungen möglich.

3.         Krankensalbungen sind unter Einhaltung der Hygienebestimmungen möglich

4.         Totenwäschen sind unter Einhaltung der Hygienebestimmungen möglich.

5.         Gottesdienste, die als Livestreams oder als Video zur späteren Verbreitung aufgenommen
werden, sind möglich, sofern nur die Mindestanzahl an dafür notwendigen Personen an ihnen mitwirkt und die Hygienebestimmungen eingehalten werden.“

(LINK > RLP: Verordnung für Rheinland-Pfalz vom 23. März)

Weitere Hinweise zur Beisetzung

Stirbt ein Gemeindeglied aus einer Familie, die in Quarantäne ist, ist zunächst telefonisch Kontakt aufzunehmen. Eine Beerdigung kann erst nach dem Ende der Quarantäne erfolgen.

Die Traueransprache kann an die Angehörigen verteilt werden. Auch das ist eine Form von Seelsorge.

Bei allem gilt: Der Eigenschutz und der Schutz der anderen haben Priorität.

Diese Hinweise reagieren auf den aktuellen Stand der Informationen. Natürlich gelten immer die Anweisungen oder Empfehlungen der örtlichen Gesundheitsbehörden.

 

Seelsorge

Seelsorge in Gemeinden

Die seelsorgerliche Begleitung von Menschen kann und soll weiterhin stattfinden. Grundsätzlich sollte das Telefon genutzt  und wenn möglich und gewollt auch digitale Kommunikation in Form von Messenger-Diensten oder Videogesprächen zum Einsatz kommen.

Telefonische Sprechzeiten von Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrern und anderen Mitarbeitenden in der Seelsorge können ausgeweitet werden. Damit kann signalisiert werden, dass Mitarbeitenden in der Seelsorge auch weiter ansprechbar und erreichbar sind.

Hausbesuche sollten aktuell nach Möglichkeit vermieden werden und durch Telefonate oder digitale Angebote ersetzt werden.

Bei unvermeidlichen Hausbesuchen soll auf die bereits bestehenden Vorsorgemaßnahmen die zur Vermeidung von Ansteckung derzeit im Kontakt mit anderen Personen gelten, zum Schutz aller unbedingt geachtet werden.

Geburtstagsbesuche sollten unter derzeit vermieden werden. Auch hier empfiehlt sich ein telefonischer Kontakt oder das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt.

Hausabendmahls-Feiern sollten zum Schutz aller eingestellt werden.

Sterbende Menschen, die eine seelsorgliche Begleitung wünschen, sollten nach Möglichkeit besucht werden. Die Schutzvorkehrungen sind dabei unbedingt zu beachten.

Menschen, die an einer Corona-Infektion gestorben sind, sind zu beerdigen. Bestatter*innen kennen die besonderen Vorsichtsmaßnahmen.

Auf Aussegnungen sollte gegenwärtig verzichtet werden.

Beerdigungsgespräche sollten möglichst per Telefon oder digitaler Kommunikation stattfinden.

Für alte und kranke Menschen ist zu prüfen, ob in der Kirchengemeinde eine „Einkaufshilfe“ angeboten werden kann. Das ist eine Form „diakonischer Seelsorge“ im Sinne einer Nachbarschaftshilfe.

Spezialisierte Seelsorge

Notfallseelsorge

Die Notfallseelsorge unterstützt durch ihren Dienst alle Akteur*innen der Rettungskette (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste). Sie sollte ihren Dienst daher nach Möglichkeit in Absprache mit den Verantwortlichen für die PSNV (Kreisbrandinspektoren, Landräte, Leistellen-Disponenten, Katastrophenschutz-Beauftragte) fortsetzen. Bei risikobehafteten Einsätzen sollte bei den Einsatzleitungen Schutzkleidung und Desinfektionsmittel angefragt werden. „Notfallseelsorge am Telefon“ ist eine denkbare Alternative zu einer face to face Begleitung von Menschen oder Familien.

Durch die mit der Coronakrise zusammenhängenden Einschränkungen sind auch die Notfallsysteme der Kirche derzeit massiven Einschränkungen unterworfen, die noch in Klärung sind.  

Seelsorge in Einrichtungen

Ob und wie Klinik-,  Altenheim- und Hospizseelsorger*innen ihren Dienst tun können, muss vor Ort mit den jeweiligen Leitungen der Einrichtungen geklärt werden. Die Situation ist momentan örtlich sehr unterschiedlich. Den Vorgaben der jeweiligen Einrichtung ist unbedingt Folge zu leisten.

Viele Menschen haben in Altenheimen und Krankenhäusern Telefone an ihrem Bett stehen und können dort angerufen werden. Möglicherweise sind Patient*innen auch über E-Mail und die sozialen Netzwerke erreichbar.

Denkbar ist es, in Altenheimen und Kliniken ein Krisentelefon für Seelsorgegespräche einzurichten. Möglicherweise kann eine Weiterleitung geschaltet werden. Ist dies nicht der Fall, sollte dort,  wo es möglich ist, eine Rufbereitschaft installiert werden.

In manchen Kliniken werden die Gottesdienste, die im Haus auch ohne Gemeinde vor Ort gefeiert werden können, in die Zimmer übertragen. Diese Möglichkeit sollte in Absprache mit den Einrichtungen genutzt werden. Eigene Kurzandachten oder meditative Texte können den Patient*innen  gegebenenfalls auch über E-Mail oder die sozialen Netzwerke zugänglich gemacht werden. Eine Zusammenstellung von Andachten in leichter Sprache finden sich auf der Seite des Zentrums Seelsorge und Beratung: zsb.ekhn.org/download.html.

Bei Vorliegen der technischen Möglichkeiten können Podcasts erstellt und verschickt werden.

Für Bewohner*innen  des „betreuten Wohnens“ sollte geprüft werden, ob eine „Einkaufshilfe“ organisiert werden kann.

Sterbende Menschen, die eine seelsorgliche Begleitung wünschen, sind zu besuchen. Ein Patient/eine Patientin, der/die Begleitung möchte, sollte nicht alleine sterben müssen. Entsprechende Kontakte sind mit der Station abzusprechen.

Religionsunterricht

Für Pfarrer*innen im hauptberuflichen Gestellungsvertrag in der Schule gelten grundsätzlich dieselben Regelungen wie für die staatlichen Lehrkräfte. Für die Veranstaltungen im Bereich der Schulseelsorge finden daneben auch die kirchlichen Hinweise Anwendung (z.B. bezüglich Gottesdienst).

Da der Unterricht in den Schulen in Hessen und Rheinland-Pfalz mindestens bis zum Ende der Osterferien ausfällt, besteht keine Präsenzpflicht für die Pfarrer*innen, die nebenamtlich in der Schule arbeiten (sog. „Pflichtstunden“). Dies gilt auch, wenn über die grundsätzlich zu erteilenden Stunden hinaus ein höheres Stundenkontingent wahrgenommen wird.

Pfarrer*innen im Schuldienst können in dieser Phase überlegen, sich an den erhöhten Seelsorgeaufgaben beispielsweise in den der Gemeinden zu beteiligen.  Absprachen können mit den Schulämtern und Dekan*innen getroffen werden.

 Ausbildung

Das Theologische Seminar Herborn bleibt bis auf weiteres geschlossen. Die Kurswochen werden nicht nachgeholt, sondern die Kurse erhalten jeweils Arbeitsaufträge, die sie in der vorgesehenen Kurswochenzeit zuhause bearbeiten können.

Fragestellungen, die einzelne Kurse konkret betreffen (Schulpraktikum, Examenstermine, Freistellungen, usw.), werden die jeweiligen Kursbegleiter*innen, bzw. Fachvertreter*innen mit den Kursen bzw. den betroffenen Personen einzeln klären. Ziel ist es, den Abschluss des Vikariates zum jeweiligen geplanten Termin zu gewährleisten.

Die Arbeit im Gemeindepraktikum kann entsprechend den kirchenleitenden Vorgaben fortgesetzt werden.

Fort- und Weiterbildung, Studienzeit

Bezüglich Fort- und Weiterbildungen, die in den nächsten Wochen stattfinden, bittet der Krisenstab der EKHN, im Hinblick auf die entstehenden Kosten, mit der Absage zunächst abzuwarten, ob der Veranstalter von sich aus den Termin storniert. Sollte der Veranstalter nicht stornieren, ist die Frage der Kostenübernahme mit dem Referat Personalförderung und Hochschulwesen zu klären.

Sollte die  Themenbearbeitung einer geplanten Studienzeit von der Teilnahme an Reisen, Kongressen, Fortbildungen, etc. abhängen und diese Termine von Veranstalterseite abgesagt werden, so kann in der Kirchenverwaltung, Referat Personalförderung und Hochschulwesen, eine Verschiebung der Studienzeit beantragt werden. Sollte die Situation in Gemeinde bzw. Dekanat den Abbruch einer Studienzeit erforderlich machen, so werden nach Genehmigung durch das Referat Personalförderung und Hochschulwesen evtl. entstehende Kosten von der Gesamtkirche getragen. Die Möglichkeiten der zeitnahen Fortsetzung der Studienzeit werden nach Rücksprache mit der*m zuständigen Dienstvorgesetzten sowie dem Referat Personalförderung und Hochschulwesen gefunden.

Einzelfragen

Gefährdete Mitarbeitende

Besonders gefährdete Mitarbeitende (Menschen mit Vorerkrankungen, wie z. B. Atemwegserkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen) sowie entsprechend den Regelungen des Landes Hessen Mitarbeitende im Alter von über 60 Jahren sollen in Absprache mit ihren Vorgesetzten im Home-Office arbeiten!. Betroffene Pfarrer*innen und Mitarbeitende in der Seelsorge können verstärkt telefonisch seelsorgerlich tätig sein und sich zur Mitarbeit in der nächsten Telefonseelsorgestelle anbieten (s.o. die Ausführungen zur Seelsorge).

Dienstreisen

Auf Dienstreisen ist grundsätzlich zu verzichten. Sie  sind nur in besonders begründeten Ausnahmen möglich. Größere Sitzungen und die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen finden bis auf weiteres nicht mehr statt. Möglichkeiten zu Video- oder Telefonkonferenzen können genutzt werden.

Weitere Beschränkungen 

Falls es zu einer Ausgangssperre kommen sollte, wird vermutlich sowohl der Weg zur Arbeit als auch um anderen zu helfen ausgenommen. Zurzeit wird geprüft, ob bei einer absoluten Ausgangssperre Gemeindepfarrer*innen, (ehrenamtliche) Notfallseelsorger*innen, (ehrenamtliche) Mitarbeitende in der Telefonseelsorge  und Krankenhausseelsorger*innen weiter arbeiten können, da sie in besonderer Weise das gesellschaftliche Leben stabilisieren. Wir empfehlen, dass Sie hierzu vorab den Kontakt mit den örtlichen Gesundheits- und Ordnungsbehörden suchen, um regionale Absprachen zu treffen.

Pfarrwahlen

Die Fristen für Pfarrwahlen werden bis auf weiteres ausgesetzt.

 

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