Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote zu Ihnen passen. Wir sind offen für Ihre Anregungen.Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Zur Team-Seite

AngeboteÜbersicht

Fundus-
Fotowettbewerb:
Hier entlang!

Menümobile menu

Volkstrauertag 2019

Der Schoß ist fruchtbar noch …
Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen im September vor 80 Jahren begann nicht nur ein Vernichtungsfeldzug gegen den polnischen Staat, sondern auch gegen die osteuropäischen Juden. Und wenn auch heute immer wieder gefordert wird, man müsse das doch endlich hinter sich lassen, andere von einem „Vogelschiss“ auf der ansonsten erfolgreichen deutschen Geschichte reden, so zeigen doch die Ereignisse dieses Herbstes, dass das Gift des Antisemitismus nicht nur nie aus der deutschen Gesellschaft verschwunden war, sondern sich gegenwärtig ganz offen und unverschämt ausbreitet.
Und wieder wird das Wort „Jude“ auf deutschen Schulhöfen als Schimpfwort gebraucht, wieder sitzen Rassisten und Antisemiten in den Parlamenten, wieder werden jüdische Mitbürger auf der Straße beleidigt, angegriffen und verfolgt. Viele von ihnen denken mittlerweile darüber nach, Deutschland den Rücken zu kehren, weil sie glauben, dass jüdisches Leben bei uns auch in Zukunft nicht sicher sein wird.
Wenn bei den Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag auch in diesem Jahr an die erinnert wird, „die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren“, dann sollten wir dabei nicht nur an die Opfer des historischen Nationalsozialismus denken, sondern auch an die Mitmenschen, die genau das hier und heute zu befürchten haben oder gar selbst erleben.
Das ganze Gedenken am Volkstrauertag bleibt freilich sinnlos, wenn nicht alle freiheitsliebenden Mitbürgerinnen und Mitbürger aktiv Front gegen den neuen alten Ungeist machen, und ihm entgegenstehen, wo sie ihm begegnen, ob am Arbeitsplatz, in der Schule, zu Hause oder am Stammtisch. „Nie wieder“ muss auch in diesem Jahr die Losung sein.

Dekan Dr. Axel Wengenroth

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top