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Teilhabezentrum "WällerLand" der Diakonie eröffnet am 27. März

Ein Herzensort mitten in Westerburg

bonSie freuen sich auf die Eröffnung des Teilhabezentrums Wällerland (von links): Pfarrer Maic Zimmermann, Projektkoordinator Friedrich Kunow, Klaus Lieber (ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Entwicklung Marktplatz 8), Tagesstätten-Leiterin Astrid Müller-Ax, Wilfried Kehr (Leiter Regionale Diakonie Westerwald) und Kai Zander (Sozialraumkoordinator bei der Regionalen Diakonie Westerwald).

360 Quadratmeter, mehr als zehn Jahre Planungszeit, ein gutes Dutzend Räume für Beratung, Begegnung, für Ruhe und einen leckeren Kaffee. Die Zahlen sind beeindruckend. Aber sie geben nur unzureichend das wieder, was das neue Teilhabezentrum „WällerLand“ der Regionalen Diakonie Westerwald eigentlich ist ...

bonDie neuen Räumlichkeiten der Tagesstätte sind hell und einladend.

Ein Ort für alle, im Herzen Westerburgs

Das Teilhabezentrum „WällerLand“ ist der neue Name des ehemaligen „Marktplatz 8“. So hieß das Gebäude mitten in Westerburg, das jahrelang unter anderem Beratungsstelle, Geschenkeladen und Café war. Das Besondere: Das Team des Marktplatz 8 bestand unter anderem aus Klienten der Tagesstätte, also aus Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Bisher befand die sich in der Westerburger Adolfstraße. Nun, nach einer anderthalbjährigen Umbauphase, sind Tagesstätte, Café sowie die Kontakt- und Informationsstelle für psychisch-kranke Menschen und deren Angehörige unter einem Dach versammelt: unter dem Dach des neuen Teilhabezentrums „WällerLand“ – und damit im alten, neuen Marktplatz-8-Gebäude.

Gemütliches Café

Dessen Erdgeschoss beherbergt das völlig neu gestaltete „Café WällerLand“: einen hellen, freundlichen und natürlich barrierefreien Raum mit Kaffeetheke und vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten. Künftig können sich dort Menschen auf ein Kalt- oder Heißgetränk und ein leckeres Stück Kuchen treffen. Währenddessen kümmert sich ein Team aus drei Honorarkräften und zehn Ehrenamtlichen ums Wohlergehen der Gäste. „Zu den fleißigen Helferinnen und Helfern gehören damals wie heute KlientInnen der Tagesstätte“, sagt Astrid Müller-Ax, die Leiterin der Tagesstätte. „Dass die Klienten nicht wie früher aus der Adolfstraße abgeholt werden müssen und nun alles unter einem Dach ist, macht’s für uns alle leichter.“

Präsent in der Stadt

Außerdem sind das Teilhabezentrum und dessen Ehrenamtliche dadurch präsent – endlich, wie Astrid Müller-Ax findet: „Das Haus sorgt für eine hohe Sichtbarkeit. Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen sich nicht verstecken, sondern zeigen sich selbstbewusst. Sie sind ein Teil der Stadt.“ Allerdings weiß sie, dass der Umzug für manche der Klienten nicht leicht ist. „Für sie ist der Ortswechsel emotional. Er ist eine Mischung aus Bedenken, Vorfreude und Vertrauen“, sagt sie. „Die Menschen haben in dem alten Gebäude viel erlebt; das lässt man nicht so einfach hinter sich. Deshalb haben wir einen kleinen Abschiedsfilm produziert und uns intensiv mit der neuen Bleibe beschäftigt. Das war glaube ich ein wichtiges Ritual.“

Raum für Beratung

Das Teilhabezentrum ist also nicht nur für die Klienten der ehemaligen Tagesstätte neu. Das Gebäude ist barrierefrei und bietet mehr und hellere Räume – unter anderem auch für die Kirchengemeinden des Nachbarschaftsraumes WällerLand, die sich dort künftig Gottesdienste in besonderem Rahmen vorstellen können. Ein ganz wichtiger Baustein des Teilhabezentrums ist auch die Kontakt- und Informationsstelle, kurz: KIS. Diplom-Sozialpädagoge Matthias Becker berät und begleitet dort weiterhin Menschen, die selbst von einer psychischen Erkrankung betroffen sind, sich in einer Krise befinden und auf der Suche nach einem Ansprechpartner sind. „Dieses Angebot richtet sich auch an Angehörige“, sagt Astrid Müller-Ax. „Der Zugang ist für alle niedrigschwellig: Es braucht keine Überweisung oder ein Rezept. Das ist für die Betroffenen eine wichtige Hilfestellung.“

Ort für Kultur

Das Café im Erdgeschoss des Teilhabezentrums soll nach dem Willen der Organisatoren auch ein Ort der Kultur sein; für Kunst, Lesungen, Musik. „Es wäre schön, dort regelmäßige Veranstaltungen etablieren zu können“, sagt Projekt-Koordinator Friedrich Kunow und hofft, mit dem künftigen Programm auch Kulturinteressierte der Region ins Café locken zu können. Das Teilhabezentrum mit dem „Café WällerLand“ ist eben ein Herzensplatz, der mit Leben gefüllt werden soll – und auch offen für BesucherInnen mit schmalem Geldbeutel ist. Doch das Café braucht Unterstützung: „Wir freuen uns auf weitere freiwillig Engagierte und auch Menschen mit Hauswirtschaft- oder Gastro-Erfahrung, die in der Lage sind, die Ehrenamtlichen anzuleiten“, sagt Friedrich Kunow. „Ehrenamtliche und Menschen, die auf Minijob-Basis mitmachen wollen, sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.“ (bon)

Weitere Infos und Kontakt: Friedrich Kunow, Telefon 0176/43 69 87 73, E-Mail: Friedrich.Kunow@regionale-diakonie.de

Im Detail: Die Finanzierung

Saniert wurde das Teilhabezentrum WällerLand von der Stiftung Diakonie Hessen, die auch Eignerin der Immobilie ist. Die Aktion Mensch hat die Barrierefreiheit des Hauses gewährleistet, die Innenausstattung sowie die PV-Anlage hat die Else-Schütz-Stiftung gefördert. Die laufenden Miet- und Personalkosten von Tagesstätte und Kontakt- und Informationsstelle werden von Land und Kreis finanziert. Die Einnahmen aus dem Cafébetrieb fließen in die Aufrechterhaltung des Betriebs.

Im Detail: Öffentlichkeit kann das Haus am 28. März erleben

Die offizielle Eröffnung des Café Wällerland findet am Donnerstag, 27. März um 14 Uhr für geladene Gäste statt. Die Öffentlichkeit kann die neuen Räumlichkeiten am darauffolgenden Freitag, 28. März, von 11 bis 17 Uhr besuchen. An diesem Tag startet der offizielle Cafébetrieb, es gibt Führungen durchs Gebäude und Musik mit dem Duo „Jadeherz“ mit Peter Bongard (Piano) und Ricarda Bosse (Gesang). Auch am Samstag, 29. März, hat das Teilhabezentrum WällerLand von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür geöffnet.

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